Jahr: 2011

Mit oder ohne?

Gemäss dem heute erschienenen TA Artikel „Bello, an die Leine“, will die Stadt Zürich nun Parkanlagen bestimmen, in denen der Zutritt für Hunde gänzlich verboten wird. Grund dafür ist offensichtlich die gängige Missachtung der „In dieser Anlage besteht Leinenpflicht!“ Schilder. Auch habe die Angst vor Hunden in der Bevölkerung zugenommen, lässt sich die Leiterin Naturförderung von Grün Stadt Zürich zitieren. Der Artikel regt an und scheuert Emotionen. Bis heute Abend sind mehr als 100 Kommentare dazu eingegangen; mit teils erstaunlichen Voten: So gibt es Mitbürger die angeben nur noch mit Messern oder Sprays bewaffnet Spazieren zu gehen, um sich gegen Hunde zu wehren. Andere proklamieren die Erziehung von Haltern, nicht den Hunden. Dritte beschweren sich über Kleinkinder, Katzen, Biker und alte Leute in der Stadt und den einschlägigen Naherholungsgebieten. Wieder andere verkennen das Problem. Ich bin geschockt über diese vielen negativen Kommentare gegenüber Hunden und ihren Haltern. Klar, als Halter bin ich irgendwie voreingenommen. Klar gibt es auch bei uns schwarze Schafe. Die gibt es wohl überall und viele Halter können von Negativerfahrungen mit anderen Haltern …

RCS Weihnachtsausstellung Olten oder „Don’t touch me“

Am 11. Dezember lud die Nord-West-Schweizer Regionalgruppe des Retriever Club Schweiz (RCS) zur alljährlichen Weihnachtsausstellung in Olten ein. Miriam, im Vorjahr noch an Krücken, präsentiert Suki das erste mal in der Zwischenklasse (15 bis 24 Monate). Da Suki, sobald sie im Ring steht, Ausschau nach mir hält, wende ich den bewerten Trick an und ziehe mich einige Zeit vor der Präsentation zurück, um das Richten aus sicherer Entfernung mitzuverfolgen.  Nebst Suki stehen elf weitere Flat Hündinnen im Ring, welche vom Britischen Richter Mr. Frank A. Whyte bewertet werden wollen. Die erste Rund läuft gut, Suki läuft wie immer super schön und ich bin gespannt auf die Einzelrichtung. Erstmal ist aber Warten angesagt. Glücklicherweise geht mein  Trick auf und Suki sucht nicht nach mir, sondern ist ganz auf Miriam konzentriert. Als die beiden endlich dran sind und der Richter auf Suki zu geht, weicht diese zurück. Dieser sagt etwas zu Miriam, sie gibt ihm ein Leckerli und er versucht Suki zu ködern. Nur zögerlich nähert sie sich ihm und kaum hat sie das Leckerli aus seiner …

Und wieder eine Narkose…

Diesmal jedoch nicht wegen eines Unfalls, sondern wegen den HD (Hüftdysplasie) und ED (Ellenbogendysplasie) Untersuchungen, bei welchen der Hund vor dem Röntgen narkotisiert werden muss. Das Wichtigste zuerst: Laut Tierarzt wird Suki diesbezüglich mit grosser Wahrscheinlichkeit keine gesundheitlichen Probleme haben. Das macht uns froh! Die detaillierten Resultate folgen dann in ca. zwei Wochen. Aja, hätte ich fast vergessen: Suki’s aktuelles Kampfgewicht: 25.5 kg.

Alles eine Frage der Mischung

Zu Beginn meiner Karriere als Hundehalter bin ich auf viele Leute getroffen die Suki für einen Labrador, einen Setter oder für sonst was gehalten haben. Vor allem Neu-Hundehalter, so hab ich das bei mir selbst festgestellt, sind stets daran interessiert, welche Hunderasse gerade mit ihrem Hund spielt. In letzter Zeit haben diese Erlebnisse etwas abgerissen, doch heute war es mal wieder so weit: SIE (den Hund an der ausgefahrenen Flexileine): Guten Morgen. Oh, was für ein schöner Hund. ICH: Guten Morgen. SIE: Und ein schönes glänzendes Fell hat er. Oder ist es eine sie? ICH: Danke! Ja es ist eine sie. SIE: Ja meine auch. Was ist das für eine Mischung? ICH (etwas perplex): Ein Flat Coated Retriever, reinrassig. SIE: Aha, ja. Ist sie noch jung? ICH: 19 Monate, und Ihre? SIE: Gut zwei Jahre. ICH: Einen schönen Sonntag wünsche ich. SIE: Danke, Ihnen auch. (Abgang. In unterschiedliche Richtungen). Versteht mich nicht falsch. Ich bin kein Rassen-Taliban und habe auch nichts gegen Mischlinge, doch denke ich beim Wort Mischung eher an Farben, einen feinen Kaffee …

Hundehalter-Typen: Die Schickimicki Tusse & der urbane Geilo

Aus der Rubrik Hundehalter-Typen: Die Schickimicki Tusse & der urbane Geilo: Kennzeichnendes: Die Schickimicki Tusse, wie auch den urbanen Geilo erkennt man leicht: Sie stehen im Mittelpunkt. Sie sind Meinungs- und Trendmacher, geben den Ton an. Auffallen um jeden Preis. Der Hund ist dabei leider nur ein Accessoire, welches beliebig durch einen trendigen Hut, eine schicke Uhr oder pompöse, auffällige Schuhe ersetzt werden kann. Diese Charakteren akzeptieren niemanden neben sich, niemanden auf Augenhöhe, niemanden der ihnen ihren Status als Königin oder Herzog eines Cafés oder einer Bar streitig machen könnte. Obwohl (oder gerade deswegen?) sie sich ständig in den Mittelpunkt drängen sind sie einsam, haben keine oder nur wenige Freunde. Jedoch haben sie oftmals einen Gango, eine ihnen hörige Person, ein Mit- oder Nachläufer, der als Vorbote, zur Unterstützung oder auch als Ventil funktioniert. Im besten Falle, solange der Selbsthass des Gangos noch nicht gross genug ist, kümmert er sich mehr oder minder liebevoll um den Hund und kommt dessen Bedürfnissen nach. Es besteht kein Zweifel, die Schickimicki Tusse und der urbane Geilo sind eindeutig prestigeorientierte Hundehalter. …

Alte Bekannte

Es sind erst wenige Leute unterwegs als Suki und ich heute Morgen auf dem Panoramaweg spazieren gehen. Zwar ist es nicht mehr ganz so frisch wie gestern, aber immer noch angenehm. Die Farben sind intensiv. Die Sicht fantastisch und klar: Weit hinter dem Zürichsee sieht man schneebedeckte Gipfel. Suki rennt schnurstracks auf einen Setter zu. Beide setzen sich hin und lecken sich gegenseitig das Gesicht. Ein solch freundlicher Hund muss auch einen freundlichen Besitzer haben, denke ich. Ich schaue ihn an und staune nicht schlecht. Hat er sich doch in den letzten 15 Jahren kaum verändert. „Pius? Pius L? Ich bin’s. Claude. Claude H.“ Ich nehme die Sonnenbrille ab und der Mann schaut mich an. „Wir haben damals zusammen bei der Redi gearbeitet….“, sage ich und warte auf eine Reaktion. Ist er wirklich der für den ich ihn halte? „Ja schau auch da einer an, klar erinnere ich mich an dich“, sagt er und begrüsst mich freundlich. Wir setzen uns auf eine Bank, schauen unseren Hunden beim Spielen zu und sprechen über die Wohnungssituation in …

Vollnarkose für Suki

Als Hundebesitzer sammelt man nicht nur gute Erfahrungen, nein, es schleichen sich hin und wieder auch richtig üble Exemplare ein. So ist es mir vergangenen Donnerstag mit Suki ergangen. Donnerstag ist bei uns im Büro „Suki Tag“, d.h. Suki ist den ganzen Tag bei mir im Büro. Der Tag fängt jeweils schon früh an, wir machen dann einen schönen Spaziergang auf dem Panoramaweg, wundervolle Aussicht auf die Stadt Zürich inklusive. Wir werfen Suki gerne Stöckchen, sie liebt es diesen Dingern nach zu laufen um dann innert Sekunden Kleinholz daraus zu machen. So geschah es an diesem Tag. Ich warf Suki dieses eine Stöckchen, das unglücklicher weise vertikal im Boden stecken blieb. Suki rannte in ihrem Eiltempo und mit offenem Maul auf dieses Stöckchen zu……und schrie sogleich fürchterlich auf!! Was war geschehen? Ich versuchte Suki zu beruhigen, wollte zu ihr, doch sie rannte desorientiert ein paar Meter weg und dann wieder auf mich zu. Um Hilfe bittend sass sie zusammengekauert da, jede Faser ihres Körpers schien nach Schmerz zu schreien, sie zitterte und viel Blut tropfte …