Year: 2013

Der Klassiker – Ein Gastbeitrag von Sven

Neulich am Morgen mit Julia auf dem Hundespaziergang im Wald: Ein alter Mann kommt mir entgegen mit einem ebenfalls älteren Hund, Modell “Bauernhofmischung”. Vorausschauend beobachte ich uns entgegenkommende Hunde jeweils gerne, besonders die, die nicht angeleint sind. Da der Hund eine eher dominante Stellung einnimmt, entschliesse ich mich mal kurz stehen zu bleiben. Der alte Mann bemerkt mich und tut das selbe, er bleibt stehen, sein Hund auch – jedoch etwa 10m vor ihm, also zwischen ihm und uns. Ich nehme meine Leine aus der Tasche, falte sie provokativ und so unübersehbar wie möglich aus und leine Julia an, die bisher bei mir am Fuss gelaufen ist. Der Mann schaut zu, unternimmt aber sonst nichts. Sein Hund schleicht sich langsam vor. Ich warte noch einen Moment und frage dann: “Ähm sorry, kann ich da bitte irgendwie dran vorbei laufen?” – “Ja, ja kommen Sie nur”, meinte er. Ich laufe zu und als ob ich’s nicht geahnt hätte, kommt sein Hund zu Julia und fängt an ziemlich aufdringlich an ihrem Hinterteil zu riechen, was ich gar …

Immer Ärger mit den Leckerlis

An einem schönen Samstag Nachmittag sind wir wieder einmal unterwegs. Suki und ich. Gemeinsam steigen wir den Üetliberg hinauf und geniessen die herbstlichen Farben des Waldes. Wir sind bereits eine gute Stunde unterwegs, da sichten wir einen Herrn, ebenfalls mit Hund. Sie kommen auf uns zu und unsere Wege kreuzen sich. Suki und der junge Dobermann Rüde begrüssen sich freundlich und wir setzen unseren Weg fort. Der junge Dobermann hingegen entscheidet sich, mit uns zu kommen. Ich blicke über meine Schulter und schon spüre ich seine Vorderpfoten auf meinem Hintern. Noch einmal springt er hoch, woraufhin Suki ihm auf freundliche aber direkte Art zu verstehen gibt, dass dies nicht okay ist. Zugegeben, ich mag es nicht sonderlich und Suki spürt dies wahrscheinlich, so reagiert sie entsprechend. Ich bleibe kurz stehen,

Flüstert ihr noch oder trainiert ihr schon?

Wenn man einen Hund hat, bewegt man sich automatisch in der Hundeszene. Das gehört einfach dazu. Man wird mit anderen Hundebesitzern konfrontiert, liest auch mal in der Zeitung den Artikel mit der Ãœberschrift “Fiffi entlaufen” und schaut mit einem Auge mit, wenn im TV “Tierisch” gezeigt wird. Alles im normalen Bereich, wie ich finde. In letzter Zeit aber schiessen sogenannte Hundeflüsterer wie Pilze aus dem Boden, viele bezeichnen ihre Arbeit mit dem Hund als gewaltfrei oder werben damit, dass man keine Leckerli für ein erfolgreiches Hundetraining benötigt wie z.B. “Persönlichkeit statt Leckerli”. Das macht neugierig. Was kann der, was ein Hundetrainer nicht kann? Warum nennt er sich überhaupt so? Kürzlich im TV folgenden Hundeflüsterer-Fall gesehen: Ein junger Hund hat panische Angst vor fremden Menschen und bellt aufgeregt

Happy Birthday Suki

Happy happy Birthday – Alles Gute zum dritten Purzeltag liebe Suki und vielen Dank für diese spezielle Freundschaft. Wir müssen das Vertrauen und die Freundschaft eines Hundes nicht erwerben – er wurde als unser Freund geboren. – Maurice Maeterlinck

Chica und das Mädchen

Wie jeden Freitag, wenn ich Suki mit ins Büro nehme, machen wir uns gegen Mittag für einen ausgiebigen Spaziergang auf den Weg zur Zolliker Allmend. Kaum aus dem Auto gestiegen, werde ich auf eine Stimme aufmerksam, die in einem immer wiederkehrenden, jedoch sehr freundlichen Ton, den Namen Chica ruft. “Muss eine Hündin sein” – denke ich mir und öffne erst mal den Kofferraum meines Wagens. Suki, schon in den Startlöchern und mit Kong bewaffnet, schaut mich mit ihrem erwartungsvollen Blick an – wartet kurz auf mein OK – und springt sichtlich erlöst und wie ich es von ihr gewohnt bin, voller Freude aus dem Wagen. Sie springt voraus und ich gehe vom Parkplatz eine kurze Böschung zur einer Wiese hoch, von wo aus wir unsere Runde starten. Es dauert nicht lange und ich weiss nun auch, wem diese Stimme gehört:

Nicki hat immer noch Angst

Wir erinnern uns: Im letzten Mai sind Suki und ich das erste mal auf Nicki und seine Besitzerin gestossen. Heute gab es ein Wiedersehen. Witzigerweise spielt sich dieses Treffen ähnlich ab wie das Letzten – zumindest zu Beginn: Suki und ich liefern uns ein Wettrennen. Wie immer ziehe ich den Kürzeren und sehe wie sich Suki in einer Wegkurve hinlegt und ihr Spielzeug fallen lässt. Niemand zeigt mir schöner wer der Sieger bei unseren Wettrennen ist. Ich kann nicht sehen was am Ende der Kurve ist, laufe zu ihr hin und sehe eine alte Frau mit Gehstock. Sie hält eine schnur-artige Schleppleine in der Hand. Daran angemacht ist ein kleines, wuscheliges schwarzes Hündchen – Nicki. SIE (verängstigt): Ist es ein Rüde? ICH: Nein, eine Hündin. Wir haben uns schon mal getroffen…