Autor: Miriam

Chica und das Mädchen

Wie jeden Freitag, wenn ich Suki mit ins Büro nehme, machen wir uns gegen Mittag für einen ausgiebigen Spaziergang auf den Weg zur Zolliker Allmend. Kaum aus dem Auto gestiegen, werde ich auf eine Stimme aufmerksam, die in einem immer wiederkehrenden, jedoch sehr freundlichen Ton, den Namen Chica ruft. „Muss eine Hündin sein“ – denke ich mir und öffne erst mal den Kofferraum meines Wagens. Suki, schon in den Startlöchern und mit Kong bewaffnet, schaut mich mit ihrem erwartungsvollen Blick an – wartet kurz auf mein OK – und springt sichtlich erlöst und wie ich es von ihr gewohnt bin, voller Freude aus dem Wagen. Sie springt voraus und ich gehe vom Parkplatz eine kurze Böschung zur einer Wiese hoch, von wo aus wir unsere Runde starten. Es dauert nicht lange und ich weiss nun auch, wem diese Stimme gehört:

Vollnarkose für Suki

Als Hundebesitzer sammelt man nicht nur gute Erfahrungen, nein, es schleichen sich hin und wieder auch richtig üble Exemplare ein. So ist es mir vergangenen Donnerstag mit Suki ergangen. Donnerstag ist bei uns im Büro „Suki Tag“, d.h. Suki ist den ganzen Tag bei mir im Büro. Der Tag fängt jeweils schon früh an, wir machen dann einen schönen Spaziergang auf dem Panoramaweg, wundervolle Aussicht auf die Stadt Zürich inklusive. Wir werfen Suki gerne Stöckchen, sie liebt es diesen Dingern nach zu laufen um dann innert Sekunden Kleinholz daraus zu machen. So geschah es an diesem Tag. Ich warf Suki dieses eine Stöckchen, das unglücklicher weise vertikal im Boden stecken blieb. Suki rannte in ihrem Eiltempo und mit offenem Maul auf dieses Stöckchen zu……und schrie sogleich fürchterlich auf!! Was war geschehen? Ich versuchte Suki zu beruhigen, wollte zu ihr, doch sie rannte desorientiert ein paar Meter weg und dann wieder auf mich zu. Um Hilfe bittend sass sie zusammengekauert da, jede Faser ihres Körpers schien nach Schmerz zu schreien, sie zitterte und viel Blut tropfte …