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Immer Ärger mit den Leckerlis

An einem schönen Samstag Nachmittag sind wir wieder einmal unterwegs. Suki und ich. Gemeinsam steigen wir den Üetliberg hinauf und geniessen die herbstlichen Farben des Waldes. Wir sind bereits eine gute Stunde unterwegs, da sichten wir einen Herrn, ebenfalls mit Hund. Sie kommen auf uns zu und unsere Wege kreuzen sich. Suki und der junge Dobermann Rüde begrüssen sich freundlich und wir setzen unseren Weg fort. Der junge Dobermann hingegen entscheidet sich, mit uns zu kommen. Ich blicke über meine Schulter und schon spüre ich seine Vorderpfoten auf meinem Hintern. Noch einmal springt er hoch, woraufhin Suki ihm auf freundliche aber direkte Art zu verstehen gibt, dass dies nicht okay ist. Zugegeben, ich mag es nicht sonderlich und Suki spürt dies wahrscheinlich, so reagiert sie entsprechend. Ich bleibe kurz stehen,

Flüstert ihr noch oder trainiert ihr schon?

Wenn man einen Hund hat, bewegt man sich automatisch in der Hundeszene. Das gehört einfach dazu. Man wird mit anderen Hundebesitzern konfrontiert, liest auch mal in der Zeitung den Artikel mit der Ãœberschrift “Fiffi entlaufen” und schaut mit einem Auge mit, wenn im TV “Tierisch” gezeigt wird. Alles im normalen Bereich, wie ich finde. In letzter Zeit aber schiessen sogenannte Hundeflüsterer wie Pilze aus dem Boden, viele bezeichnen ihre Arbeit mit dem Hund als gewaltfrei oder werben damit, dass man keine Leckerli für ein erfolgreiches Hundetraining benötigt wie z.B. “Persönlichkeit statt Leckerli”. Das macht neugierig. Was kann der, was ein Hundetrainer nicht kann? Warum nennt er sich überhaupt so? Kürzlich im TV folgenden Hundeflüsterer-Fall gesehen: Ein junger Hund hat panische Angst vor fremden Menschen und bellt aufgeregt

Chica und das Mädchen

Wie jeden Freitag, wenn ich Suki mit ins Büro nehme, machen wir uns gegen Mittag für einen ausgiebigen Spaziergang auf den Weg zur Zolliker Allmend. Kaum aus dem Auto gestiegen, werde ich auf eine Stimme aufmerksam, die in einem immer wiederkehrenden, jedoch sehr freundlichen Ton, den Namen Chica ruft. “Muss eine Hündin sein” – denke ich mir und öffne erst mal den Kofferraum meines Wagens. Suki, schon in den Startlöchern und mit Kong bewaffnet, schaut mich mit ihrem erwartungsvollen Blick an – wartet kurz auf mein OK – und springt sichtlich erlöst und wie ich es von ihr gewohnt bin, voller Freude aus dem Wagen. Sie springt voraus und ich gehe vom Parkplatz eine kurze Böschung zur einer Wiese hoch, von wo aus wir unsere Runde starten. Es dauert nicht lange und ich weiss nun auch, wem diese Stimme gehört:

Hundeerziehung fremd delegieren…

Es ist Sonntag Morgen. Suki und ich kämpfen uns den vereisten Borrweg in Richtung Panoramaweg hoch. Es ist so eisig, selbst Suki mit ihrem 4WD schlittert immer wieder. Auf dem Panoramaweg angekommen, finden wir einen schönen Schneeweg vor. Suki ist aufgestellt. Sie liebt Schnee. Offensichtlich ist sie nicht die Einzige. Es sind schon einige Leute unterwegs. Mit Schlitten. Mit Wanderstöcken. Mit Kindern. Und mit Hunden… Ein kleiner hellbrauner Hund, gefolgt von einem Corgi rennt kläffend in vollem Karacho auf Suki zu. Sie dreht sich, etwas verängstigt, um und rennt in die entgegengesetzte Richtung und sucht hinter einem Zaun Schutz. Die Besitzerin des braunen Kläffers versucht ihren Hund abzurufen und ist beim dritten mal dann auch endlich erfolgreich. Suki kommt zurück zu mir und läuft so dicht wie sie nur kann neben mir. BESITZERIN DES KLÄFFERS: Sie müssen entschuldigen. Bei anderen Hunden macht er das nicht. Er ist eben so ein Ängstlicher… ICH: Ja, Suki ist manchmal auch etwas ängstlich… BESITZERIN DES CORGI (inzwischen zu ihrer Kollegin aufgeschlossen): Ich sage ihnen, der riecht das… ICH: Ja …

MannMitHund.ch

Es ist nicht alles Gold was glänzt – Warum TV-Hundetrainer nicht immer gut für uns sind

Sie erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und haben den Umgang mit Hunden einem breiten Publikum näher gebracht. Fast jeder von uns hat schon mal in eine der Sendungen reingezappt, andere schauen sie regelmässig. Immer. Stellen sich sogar den Wecker. Die Rede ist von den TV-Hundetrainern, die ihre Erziehungstipps Hundehaltern – und neuerdings auch VIPs – auf witzige und meist spielerische Art vermitteln. Da ist zum Beispiel, die verzogene Hündin die partout nicht auf ihren Meister hören will. Der Experte erkennt das Problem schnell: Die Hündin tanzt dem Halter auf der Nase rum, weil sie nie gelernt hat was sie darf und was nicht. Der Profi gibt einfache Tipps wie ein Minimum an Grundgehorsam erlernt werden kann und fordert den Halter auf, regelmässig mit seiner Hündin zu üben. Konsequent und ohne Ausnahme. Nach vier Wochen (oder so), kommt der Hundetrainer erneut vorbei und wie durch ein Wunder ordnet sich die Hündin nun prima in den Alltag der Familie ein und hört sogar auf ihren Meister. Ein sehr schönes Beispiel, welches glücklicherweise gut ausgegangen ist. Doch leider sind …

Alpha Wolf

Ein Alpha-Wolf versucht keinem Rudelmitglied etwas beizubringen, schon gar nicht so etwas wie “Platz”. Die Tatsache, dass so viele an die Vergleichbarkeit mit dem Wolfsrudel glauben und versuchen beim Hundetraining anzuwenden, ist ein Zeugnis dafür, wie wenig diese Menschen über die Entwicklung der Hunde verstanden haben. Ray & Lorna Coppinger