All posts tagged: Hund

Der Klassiker – Ein Gastbeitrag von Sven

Neulich am Morgen mit Julia auf dem Hundespaziergang im Wald: Ein alter Mann kommt mir entgegen mit einem ebenfalls älteren Hund, Modell “Bauernhofmischung”. Vorausschauend beobachte ich uns entgegenkommende Hunde jeweils gerne, besonders die, die nicht angeleint sind. Da der Hund eine eher dominante Stellung einnimmt, entschliesse ich mich mal kurz stehen zu bleiben. Der alte Mann bemerkt mich und tut das selbe, er bleibt stehen, sein Hund auch – jedoch etwa 10m vor ihm, also zwischen ihm und uns. Ich nehme meine Leine aus der Tasche, falte sie provokativ und so unübersehbar wie möglich aus und leine Julia an, die bisher bei mir am Fuss gelaufen ist. Der Mann schaut zu, unternimmt aber sonst nichts. Sein Hund schleicht sich langsam vor. Ich warte noch einen Moment und frage dann: “Ähm sorry, kann ich da bitte irgendwie dran vorbei laufen?” – “Ja, ja kommen Sie nur”, meinte er. Ich laufe zu und als ob ich’s nicht geahnt hätte, kommt sein Hund zu Julia und fängt an ziemlich aufdringlich an ihrem Hinterteil zu riechen, was ich gar …

Immer Ärger mit den Leckerlis

An einem schönen Samstag Nachmittag sind wir wieder einmal unterwegs. Suki und ich. Gemeinsam steigen wir den Üetliberg hinauf und geniessen die herbstlichen Farben des Waldes. Wir sind bereits eine gute Stunde unterwegs, da sichten wir einen Herrn, ebenfalls mit Hund. Sie kommen auf uns zu und unsere Wege kreuzen sich. Suki und der junge Dobermann Rüde begrüssen sich freundlich und wir setzen unseren Weg fort. Der junge Dobermann hingegen entscheidet sich, mit uns zu kommen. Ich blicke über meine Schulter und schon spüre ich seine Vorderpfoten auf meinem Hintern. Noch einmal springt er hoch, woraufhin Suki ihm auf freundliche aber direkte Art zu verstehen gibt, dass dies nicht okay ist. Zugegeben, ich mag es nicht sonderlich und Suki spürt dies wahrscheinlich, so reagiert sie entsprechend. Ich bleibe kurz stehen,

Flüstert ihr noch oder trainiert ihr schon?

Wenn man einen Hund hat, bewegt man sich automatisch in der Hundeszene. Das gehört einfach dazu. Man wird mit anderen Hundebesitzern konfrontiert, liest auch mal in der Zeitung den Artikel mit der Ãœberschrift “Fiffi entlaufen” und schaut mit einem Auge mit, wenn im TV “Tierisch” gezeigt wird. Alles im normalen Bereich, wie ich finde. In letzter Zeit aber schiessen sogenannte Hundeflüsterer wie Pilze aus dem Boden, viele bezeichnen ihre Arbeit mit dem Hund als gewaltfrei oder werben damit, dass man keine Leckerli für ein erfolgreiches Hundetraining benötigt wie z.B. “Persönlichkeit statt Leckerli”. Das macht neugierig. Was kann der, was ein Hundetrainer nicht kann? Warum nennt er sich überhaupt so? Kürzlich im TV folgenden Hundeflüsterer-Fall gesehen: Ein junger Hund hat panische Angst vor fremden Menschen und bellt aufgeregt

Hundeerziehung fremd delegieren…

Es ist Sonntag Morgen. Suki und ich kämpfen uns den vereisten Borrweg in Richtung Panoramaweg hoch. Es ist so eisig, selbst Suki mit ihrem 4WD schlittert immer wieder. Auf dem Panoramaweg angekommen, finden wir einen schönen Schneeweg vor. Suki ist aufgestellt. Sie liebt Schnee. Offensichtlich ist sie nicht die Einzige. Es sind schon einige Leute unterwegs. Mit Schlitten. Mit Wanderstöcken. Mit Kindern. Und mit Hunden… Ein kleiner hellbrauner Hund, gefolgt von einem Corgi rennt kläffend in vollem Karacho auf Suki zu. Sie dreht sich, etwas verängstigt, um und rennt in die entgegengesetzte Richtung und sucht hinter einem Zaun Schutz. Die Besitzerin des braunen Kläffers versucht ihren Hund abzurufen und ist beim dritten mal dann auch endlich erfolgreich. Suki kommt zurück zu mir und läuft so dicht wie sie nur kann neben mir. BESITZERIN DES KLÄFFERS: Sie müssen entschuldigen. Bei anderen Hunden macht er das nicht. Er ist eben so ein Ängstlicher… ICH: Ja, Suki ist manchmal auch etwas ängstlich… BESITZERIN DES CORGI (inzwischen zu ihrer Kollegin aufgeschlossen): Ich sage ihnen, der riecht das… ICH: Ja …

MannMitHund.ch

Es ist nicht alles Gold was glänzt – Warum TV-Hundetrainer nicht immer gut für uns sind

Sie erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und haben den Umgang mit Hunden einem breiten Publikum näher gebracht. Fast jeder von uns hat schon mal in eine der Sendungen reingezappt, andere schauen sie regelmässig. Immer. Stellen sich sogar den Wecker. Die Rede ist von den TV-Hundetrainern, die ihre Erziehungstipps Hundehaltern – und neuerdings auch VIPs – auf witzige und meist spielerische Art vermitteln. Da ist zum Beispiel, die verzogene Hündin die partout nicht auf ihren Meister hören will. Der Experte erkennt das Problem schnell: Die Hündin tanzt dem Halter auf der Nase rum, weil sie nie gelernt hat was sie darf und was nicht. Der Profi gibt einfache Tipps wie ein Minimum an Grundgehorsam erlernt werden kann und fordert den Halter auf, regelmässig mit seiner Hündin zu üben. Konsequent und ohne Ausnahme. Nach vier Wochen (oder so), kommt der Hundetrainer erneut vorbei und wie durch ein Wunder ordnet sich die Hündin nun prima in den Alltag der Familie ein und hört sogar auf ihren Meister. Ein sehr schönes Beispiel, welches glücklicherweise gut ausgegangen ist. Doch leider sind …

Mit oder ohne?

Gemäss dem heute erschienenen TA Artikel “Bello, an die Leine”, will die Stadt Zürich nun Parkanlagen bestimmen, in denen der Zutritt für Hunde gänzlich verboten wird. Grund dafür ist offensichtlich die gängige Missachtung der “In dieser Anlage besteht Leinenpflicht!” Schilder. Auch habe die Angst vor Hunden in der Bevölkerung zugenommen, lässt sich die Leiterin Naturförderung von Grün Stadt Zürich zitieren. Der Artikel regt an und scheuert Emotionen. Bis heute Abend sind mehr als 100 Kommentare dazu eingegangen; mit teils erstaunlichen Voten: So gibt es Mitbürger die angeben nur noch mit Messern oder Sprays bewaffnet Spazieren zu gehen, um sich gegen Hunde zu wehren. Andere proklamieren die Erziehung von Haltern, nicht den Hunden. Dritte beschweren sich über Kleinkinder, Katzen, Biker und alte Leute in der Stadt und den einschlägigen Naherholungsgebieten. Wieder andere verkennen das Problem. Ich bin geschockt über diese vielen negativen Kommentare gegenüber Hunden und ihren Haltern. Klar, als Halter bin ich irgendwie voreingenommen. Klar gibt es auch bei uns schwarze Schafe. Die gibt es wohl überall und viele Halter können von Negativerfahrungen mit anderen Haltern …

Hundehalter-Typen: Die Schickimicki Tusse & der urbane Geilo

Aus der Rubrik Hundehalter-Typen: Die Schickimicki Tusse & der urbane Geilo: Kennzeichnendes: Die Schickimicki Tusse, wie auch den urbanen Geilo erkennt man leicht: Sie stehen im Mittelpunkt. Sie sind Meinungs- und Trendmacher, geben den Ton an. Auffallen um jeden Preis. Der Hund ist dabei leider nur ein Accessoire, welches beliebig durch einen trendigen Hut, eine schicke Uhr oder pompöse, auffällige Schuhe ersetzt werden kann. Diese Charakteren akzeptieren niemanden neben sich, niemanden auf Augenhöhe, niemanden der ihnen ihren Status als Königin oder Herzog eines Cafés oder einer Bar streitig machen könnte. Obwohl (oder gerade deswegen?) sie sich ständig in den Mittelpunkt drängen sind sie einsam, haben keine oder nur wenige Freunde. Jedoch haben sie oftmals einen Gango, eine ihnen hörige Person, ein Mit- oder Nachläufer, der als Vorbote, zur Unterstützung oder auch als Ventil funktioniert. Im besten Falle, solange der Selbsthass des Gangos noch nicht gross genug ist, kümmert er sich mehr oder minder liebevoll um den Hund und kommt dessen Bedürfnissen nach. Es besteht kein Zweifel, die Schickimicki Tusse und der urbane Geilo sind eindeutig prestigeorientierte Hundehalter. …